Irrtümer der Wirtschaftspolitik

Es gibt in der Politik so einige Irrtümer. Zum Beispiel in der Wirtschaftspolitik. Da folgt man den neoliberalen Dogmen und wundert sich, das die Vorhersagen nicht stimmen und die Maßnahmen nicht greifen.

Was sind die neoliberalen Dogmen? Eines ist der Monetarismus. Der tiefe Glaube, das die Geldmenge alles entscheidet, erhöhe man die Geldmenge passiert automatisch Inflation.

Das ist aber falsch, das ist ein Irrtum. Und irrt man sich in dieser, sehr entscheidenden Sache irrt man in der gesamten Kette, die danach kommt.

Zudem denken unsere Politiker, man könne eine Volkswirtschaft führen wie ein Unternehmen. Auch das ist falsch. Was für einen einzelnen Betrieb gilt und richtig ist, muss für eine gesamte Volkswirtschaft noch lange nicht gelten und gut sein.

Die Volkswirtschaft kennt drei Teilnehmer. Die privaten Konsumenten, das sind du und ich, die Unternehmen, und der Staat.

Der einzelne Mensch hat in diesem Gefüge immer eine Doppelrolle, weil er auf der einen Seite entweder als Mitglied des Staates agiert, z.B. als Polizist arbeitet oder als Finanzbeamter Steuern eintreibt, oder als Mitglied eines Unternehmens agiert und damit Dienstleistungen und Güter produziert – auf der anderen Seite aber als privater Mensch privaten Konsum betreibt und damit Nachfrager ist.

Diese drei Teilnehmer sind voneinander abhängig und müssen miteinander auskommen. Alles, was eine dieser drei Teilnehmer macht, hat Auswirkungen auf die beiden anderen und umgekehrt. Und das gilt sogar für ein Nicht-Handeln.

Das ist ein kolossaler Unterschied zur BWL, die kennt nur Angebot und Nachfrage.

Setzt ein Unternehmen Mitarbeiter frei verbleiben die im Markt als Konsumenten und damit Nachfrager. Die sind nicht weg, die sind nur nicht mehr in dem Unternehmen.

Was passiert aber wenn massenhaft Leute ihre Arbeit verlieren? Sie verlieren ihre Einkommen, erhalten Ersatzleistungen und können nicht mehr in der Menge Güter kaufen, wie sie das mit eigener Arbeit hätten tun können.

Und diese beiden Irrtümer – der Glaube an Monetarismus und BWL statt VWL – ist Schuld an dieser katastrophalen Wirtschaftspolitik, wie sie jetzt haben.

Das zerstört den Euro, das hat Schuld an der Lohnsenkungsorgie, das bringt Target-Salden, man rettet Banken aber nicht Menschen.

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Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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Eine Antwort zu Irrtümer der Wirtschaftspolitik

  1. Uwe schreibt:

    So isses. Leider.

    Gefällt mir

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