Massenvernichtung als Auswirkung von Gutmenschentum

Ob es Hitler oder Stalin war, oder auch Mao, sie alle haben Menschenmassen vernichtet. Mit einem Federstreich. Pfft, einfach weg. Und ohne Reue. Da sass kein Hitler in irgendeiner Ecke seines Bunkers und hat darüber meditiert, wie viele Millionen um seinetwillen umgekommen sind und dafür hat der sich auch nicht das Leben genommen. Da soll man sich keinen Illusionen hingeben, das war kein Freitot aus Reue sondern ein Freitot aus Feigheit. Der wollte nicht in die Hände der Russen oder Amerikaner fallen.

Wie kann denn jetzt aber ein einzelner Hitler so viele Millionen Menschen umbringen? Wie geht das? Das war der auch nicht alleine, das schafft man nicht in einem Menschenleben. Und das bedeutet, der hatte Leute, die das für ihn erledigt haben.

Wie bringt man einen Menschen dazu einen anderen umzubringen? Normalerweise macht das doch keiner. Sitzt ja keiner im Wohnzimmer und sinniert, wen er nun als nächsten umbringen könnte. Ausser im Kino passiert das ja nicht.

Das bedeutet Menschen bringen andere nur dann um, wenn man sie zwingt oder wenn sie glauben, es sei das Richtige und sie seien gute Menschen, wenn sie das täten, was sie taten bzw. tun.

Man braucht einen höheren, einen guten Zweck in dessen Namen und Auftrag das passiert. Und nicht nur, das der Zweck gut sein muss, nein, das was an Menschheit umgebracht wird darf auch als Menschheit nicht mehr erkenbar sein, muss vorher entmenschlicht werden. Status Ungeziefer. Ratten vergast man auch ohne schlechtes Gewissen.

Bei den Nazis hat man die Juden und Russen zu Untermenschen und Ungeziefer erklärt, bei den Kommunisten alle Nicht-Kommunisten zu Feinden der Revolution erklärt oder aber zu Konterrevolutionären.

In unseren modernen Umgebungen sind wahlweise Taliban, Weiße, Ungläubige aka Nicht-Moslems, Männer, Arbeitnehmer oder jede andere Gruppe Untermenschen. Und da kann man eben beliebig Bomben drauf werfen, Rufmord begehen oder mit dem LKW drüberfahren, Köpfe abschneiden oder sonstwas tun – sind ja keine richtigen Menschen.

Man selber ist auf jeden Fall ein guter Mensch. Das rechtfertig jeden Rufmord an einem Bäcker, das Anzünden der eigenen Tochter die mit dem falschen Mann ausgegangen ist, Vernichtung von Arbeitsplätzen, die Wegnahme von Kindern, mit Pflastersteinen auf Autos werfen, in denen dieselben Kinder sitzen.

Jeder einzelne Gutmensch glaubt, er täte das Richtige, das Wahre, das Gute. Um sich, einem Gott und der Welt zu beweisen, wie gut er ist, tut er was er tut.

Keiner von denen ist ein guter Mensch. Das sind alles gehirngewaschene und verblendete Gläubige einer Ideologie.

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Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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Eine Antwort zu Massenvernichtung als Auswirkung von Gutmenschentum

  1. Uwe schreibt:

    Liebe osthollandia.
    Glückwunsch, Du bist am Kern angekommen. „Niemand tut aus seiner Weltsicht heraus etwas Falsches.“ steht, so oder so ähnlich, in „Gespräche mit Gott“.
    Aus diesem Grunde und rein funktional betrachtet hilft Köpüfe abschneiden eben nicht. Und Bomben werfen und totschießen auch nicht. Das einzige, was hilft, ist, auf das Denken der Menschen einzuwirken.
    Jetzt wist du sicher fragen, wie man — oder ich — auf das Denken eines bombenwütigen Militärs, eines Diktators, eines religiös-radikalen Menschen (sei es ein Molsem, ein Christ, ein Hundu, ein Sikh) einwirken will. Wie ich solchen Menschen klarmachen will, dass der andere eben dasselbe ist wie er selbst: ein Mensch, der essen, trinken und Liebe machen will.
    Meine Antwort ist: Ich weiß es nicht.
    Aber noch eines weiß ich: Wenn ich von „den Moslems“ spreche, laufe ich selbst Gefahr, eine Menschengruppe zum Feind zu erklären, sie als Schaden zufügende Wesen zu betrachten. Was auf einige dieser Glaubensgemeinschaft definitiv zutrifft, Und auf andere definitiv nicht. „Die Moslems“, das ist mein erster Schritt auf dem Weg, sie zu minderwertigen Menschen, zu Ungeziefer zu erklären.
    So ist das einzige, was *ich* tun kann, auf meine Worte und Gedanken zu achten. Damit ist es ein Mensch weniger. Mehr kann ich nicht tun. Aber das muss ich tun, weil ich nämlich morgen noch in den Spiegel schauen will.

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