D’r jender pähjep

Man kann sich vieles einbilden. Das man schön wär oder auch klug. Man kann sich auch einbilden, dass man als Frau sowieso weniger Geld bekäm, obwohl das Bullshit ist.

Aber, warum ist das so?

Weil es mal so war. Vor 100 Jahren, im 1. WK mussten die Frauen Untertag, in die Fabrik und was weiß ich. Und sie bekamen viel weniger Geld als die Männer, die diegleiche Arbeit vor dem Kriege machen mussten.

Und weil die Omas das so erzählt haben. Und nicht nur meine Oma hat ja noch gelebt,als ich klein war, sondern die haben das alle erzählt. Und wenn man das prüft, scheint wohl so gewesen zu sein.

Das war also so in der Vergangenheit. Inzwischen sind wir einen WK weiter und hatten die Emanzipation. Und das war dankenswerter Weise so erfolgreich, dass es nicht mehr stimmt.

Was es noch gibt sind unterschiedliche Preise, am auffälligsten beim Friseur. Ich zahle 39 Euro, für Waschen und schneiden, föhnen muss ich selber. Mein Mann 19 Euro für alles.

Das ist also real. Auch kosten rosa Rasierer mehr, imSupermarkt zahle ich für Doppelklinge 10 Stück in blau 1,99, rosa Rasierer kosten 4 Stück 3,99. Die Modelle sind mehr oder weniger identisch, jedenfalls für meine Zwecke geeignet. Ich gehe aber davon aus, dass wenn niemand rosa Rasierer kauft die auch keiner produziert. Das Problem dürfte demnach hausgemacht sein.

Frauen bekommen also gleichen Lohn für gleiche Arbeit, zahlen aber mehr für gleiche Produkte.

Trotzdem allenthalben das Gejammer, die Frauen verdienten weniger.Nun, sie arbeiten auch weniger und sie haben andere Berufe. Ich als Frau mache seit ca.20 Jahren IT. Ich habe in 20 Jahren gerade mal 1 Frau kennen gelernt, die den gleichen Job gemacht hat. Frauen gibts vielleicht an der Hotline, und da gewöhnlich in Teilzeit. Das man mit 20 Stunden nicht so viel verdient wie mit 40 Stunden, sollte sich jedem erschließen.Und Hotline ist nicht das was man machen soll, wenn man ordentliches Geld verdienen will. Das sind Jobs knapp über Mindestlohn.

Zur Hierarchie in der IT:

Hotline –> unteres Ende, nur ca. 10 % geht über Fachkenntnis
OnSite Support –> Leute, die Vor Ort gehen, Rufbereitschaft machen, Events managen, Überstunden, etwa 20 % Fachkenntnis nötig
BackOffice –> extrem breit gefächert,von Bürogehilfe bis absolutem Fach-Experten alles dabei, oft Überstunden, extreme Flexibilität gefordert. Gehälter schwanken von Mindestlohn bis 6-stellige Jahresgehälter, je nach Anforderung an die Fachkenntnisse.

In dieser Hackordnung bin ich in der 3.Stufe, im finanziell angenehmen Bereich. Ich mache aber viele Überstunden und viele Dienstreisen. Ich arbeite oft, wenn andere frei haben. Urlaub heißt weniger Mails lesen, auch Krankenstand ist mit Home-Office verbunden.

Das ist in der IT normal, wer da was werden will macht das halt so. Mal von der Technik und den Fachkenntnissen abgesehen scheint das für 99,9 % der Frauen nicht attraktiv zu sein.

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Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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