Die Wahlen von gestern, 13.03.2016

Das war erwartbar. Die AFD durchgängig 2 stellig, im Osten mit über 20 %.

Erstmal Begriffklärung.

Konservativ bedeutet, dass man in seinen Traditionen verwurzelt ist und die ererbten Werte bewahren möchte. Das heißt nicht, dass man alles Neue ablehnt, sondern, das man nicht jede neue Mode mitmacht.

Sozialistisch heißt, dass man die kleinen Leute vertritt. Man verpflichtet sich, auch für die Armen und Ärmsten der Gesellschaft einzustehen. Man fordert Mitbestimmung für alle, Lastenverteilung soll gleichmäßig sein. Eigentlich Ur-Sozialdemokratische Positionen.

Die Rechten befinden sich eigentlich rechts neben den Konservativen, bei denen kommt noch das Nationale dazu. Die Linken finden sich links der Sozialisten, die wollen die ganz große Umverteilung.

Die meisten Leute werden schon nach der Gauß’schen Normalverteilung irgendwo zwischen Sozialisten und Konservativen zu finden sein, die Extreme sind selten. Und so empfinden die Menschen das auch, jedenfalls nach meinem Eindruck.

Zur Analyse. Warum wählen die Leute, wie sie wählen? Wer wählt, wenn ja was, wer wählt nicht?

Fangen wir mit dem einfachsten an, dem Kretschmann. Der hat ein grünes Parteibuch, aber wohl eher aus Zufall oder Bewahrung der Schöpfung. Ein grün lackierter schwarzer. Der Mann ist absolut glaubwürdig konservativ. Attraktiv für alle Konservativen und Integrator für die Sozialisten. Ein guter Landesvater.

Machen wir weiter mit Genossin Dreyer. Sozialistin, und zwar glaubwürdig. Dadurch auch integrativ für die Konservativen.

Weiter gehts mit den Parteien.

CDU. Vorgeblich christlich und konservativ. Knzerin behauptet eine Alternativlosigkeit, die defakto nicht existieren kann. Macht aktive Einwanderungspolitik zugunsten der natürlichen Gegenspieler der Christen, der Moslems. Dauerhaftes Ärgernis für jeden Christen. Holt damit auch Konkurrenten um die für die Armen eh schon viel zu knappen Ressourcen ins Land. Radikalisierung dieser Schichten ist die dialektische Folge. Schaden unabsehbar.

SPD. Vorgeblich Anwalt der kleinen Leute. Glaubwürdigkeit durch gegenteilige Politik mit Agenda 2010 verspielt. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten. Aktueller Vorsitzender bezeichnet seine potentiellen Wähler als „Pack“. Warum soll jemand sowas wählen?

FDP. Macht nur Politik für die eigene Klientel. War als liberale Partei angetreten und hat auch mal solche Politik mit Baum gemacht, seither wurde das Wort liberal umgedeutet zu wirtschaftsliberal. Partei für Absahner und Abzocker, hat nichts über für Arme, Kranke, Schwache.

Grüne. Haben sich eingesetzt für Legalisierung der Kinderfickerei. Sind vorgeblich für Umweltschutz und Gleichberechtigung. Machen Politik für Gender, betreiben Volksverdummung. Sind Anti-Deutsch.

Piraten. Durch Gender erledigt.

AfD. Sog. Alternative für Deutschland. Wirtschaftspolitisch schlimmer als die FDP, was die eigentliche Gefahr ist. Ansonsten gegen groben Gender Unfug und weiß zumindest, dass es Deutsche sind, die sie wählen sollen.

Wahlanalyse

Und nun reicht es offensichtlich schon, wenn man sich darüber im klaren ist, dass es Deutsche sind, die einen wählen sollen, schon ist man rechtsextrem. Und der Wähler wird als Pack abqualifiziert. Und die alternativlose Kanzlerin hat nach den Ergebnissen nichts besseres zu tun als zu sagen, man mache einfach so weiter.

Die AfD hat mit nur zwei Inhalten gepunktet.

  1. Deutschland ist das Land der Deutschen
  2. Kein Gender-Kaka mit Anfassen im 1. Schuljahr

Ich sollte eine Partei gründen…

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Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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Eine Antwort zu Die Wahlen von gestern, 13.03.2016

  1. Uwe schreibt:

    Bezogen auf die Dinge, die ich gerne geändert sähe, nämlich das Finanz- und Wirtschaftssystem, ist die AfD /keine/ Alternative. Was es mit dem Gender-Zeugs auf sich hat, verstehe ich nicht, vieleicht bin ich zu alt. Aber dass es jetzt an einem Flughafen eine dritte Toilette gibt, für die, die buchstäblich nicht wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind, halte ich nicht für einen Lösungsansatz unserer dringlichsten Probleme.
    Was ich in der Wahlkabine täte, ist unter
    https://briefeanthorsten.wordpress.com/2016/03/08/in-der-wahlkabine/
    nachzulesen.
    Eine neue Partei? Vielleicht. Wenn ich jedoch unterstelle, dass Frau Merkel ab und an zum Tee geladen wird, damit sie erfährt, wie die Richtlinien ihrer Politik auszusehen haben, dann ändert auch eine neue Partei nichts. Wenn die Macht in den Händen der Industrie und der Banken liegt, ändern auch andere Menschen in der Politik nichts am System. „Wenn ich die Währung eines Landes kontrolliere, ist es mir egal, wer dessen Gesetzte macht.“ (J.P. Morgan)
    Was also bleibt?
    Vorgarten. Da wirken, wo ich wirken kann, bei meiner Familie, meinen Freunden. Ich kann nicht verhindern, dass Deutschland gesetzeswidrig Waffen in Krisengebiete liefert. Aber ich kann dazu beitragen, dass ich friedvoll durch die Welt gehe.
    Om shanti.
    Dennoch bleibt ein Rest von Frustration und Resignation.

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